Pfarrkirche Ranggen

Hl. Magnus

Kleine Kirchenführung

Lieber Kirchenbesucher, liebe Kirchenbesucherin, hier eine kleine Beschreibung des Kircheninnenraumes der Pfarrkirche zum Hl. Magnus. Genauere Informationen können Sie dem am Schriftenstand aufliegenden Kirchenführer entnehmen oder bei einer Kirchenführung erfahren.

Beginnen wir mit dem Altarblatt am Hochaltar: hier sieht man den Kirchenpatron den Hl. Magnus in schwarzen Ordenskleid hinweisend auf das Jesukind in den Armen der Muttergottes und mit dem Stab deutend auf die Zerstörung einer heidnischen Götterskulptur, umringt von Menschen in allen Lebenssituationen. Die flankierenden Bischöfe stellen die Brixner Diözesanpatrone Ingenuin und Albuin dar, diese sind eine hervorragende Arbeit von Johann Schnegg.

Der rechte Seitenaltar zeigt Johannes den Täufer und den Evangelisten Johannes im grünen Kleid. Im Aufsatzbild die Hl. Ursula. Der linke Seitenaltar zeigt Maria als junge Mädchen mit ihren Eltern, den Hl. Joachim und die Mutter Anna. Im Aufsatzbild ist der Hl. Josef abgebildet. Alle Altarbilder wurden von Joseph Anton Zoller gemalt (1782).

Nun zu den Deckengemälden, eine überaus qualitätsvolle Arbeit von Franz Anton Zeiler dem auch die Kreuzwegbilder in unserer Kirche zugeschrieben werden (1778). Das Deckenfresko im Altarraum zeigt wiederum den Hl. Magnus schützend unseres Dorfes vor dem feuerspeienden Drachen. Die Zwickelbilder zeigen eucharistische Motive wie die Brotvermehrung, Christus und den Hauptmann von Kafarnaum, die Emmausjünger und das letzte Abendmahl; Die beiden Fresken im Segmentjoch zeigen Szenen aus dem Leben des Hl. Magnus. Das Fresko der Hauptkuppel zeigt die Darstellung Maries im Tempel von Jerusalem. Umrahmt wird das Fresko mit vier Ereignissen aus dem Leben Mariens. Das Deckenbild über der Orgelempore stellt eine himmlische Versammlung verschiedener heilige Frauen und Männer dar im Zentrum Christus der die armen Seelen erlöst. Umrahmt von den lateinischen Kirchenlehrern.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, der aus Nussholz und Messing neugestaltete Altar indem sichtbar eine Reliquie des seligen Otto Neururer eingesetzt ist.

Weitere Besonderheiten in unserer Kirche, ein Ostergrab das jedes Jahr von Gründonnerstag bis Ostermontag zu besichtigen ist und die barocke Krippe in der Weihnachtszeit.

Ich hoffe ich konnte ihr Interesse wecken und wir sehen uns in der Pfarrkirche Ranggen, wo es noch vieles zu entdecken gibt.

Für eine persönliche Kirchenführung wenden Sie sich bitte an Verena Gutleben unter 0043 699 1065 6713

 

Baugeschichte

1348 wird erstmals eine Kapelle St. Magnus urkundlich erwähnt, in der die hl. Messe gefeiert wurde. Es dürfte sich um die heutige Totenkapelle gehandelt haben.

Die zweite Kirche, ein spätgotischer Bau, von dem das Presbyterium und der Turmunterbau noch erhalten sind, wurde am 14. Juli 1482 mit zwei Altären zu Ehren der beiden Patrone Magnus und Erhard und der hl. Ursula vom Weihbischof Conrad zu Bellin geweiht. Den dritten Altar zu Ehren Johannes des Täufers und Johannes des Evangelisten stiftete 1498 Clara von Eppaner, die wunschgemäß 1500 auch bei diesem begraben wurde. Dank ihrer Stifung hatte Ranggen schon sehr früh einen ständigen Seelsorger. Diese Kirche hatte sechs Fenster auf der Südseite und der Turm über den Schalllöchern ein einfaches Giebeldach. Um 1750 wurde diese Kirche barockisiert und mit Fresken vom Schwazer Künstler Christoph Anton Mayr ausgeschmückt. 1761 wurde der neue barocke Hochaltar geweiht. Das Presbyterium dieser Kirche dient heute als Sakristei. Dort ist auch die älteste Abbildung Ranggens in einem Deckenfresko zu sehen.

Die dritte und gegenwärtige Kirche verdankt Ranggen dem Kuraten Johann Stephan von Reinhart, der 1773 die Seelsorge hier übernahm. Schon bald (1775-1778)  ließ er an der Stelle der alten Kirche diese imposante Dorfkirche auf eigene Kosten und ganz im Stil des Kirchenbaumeisters Franz Singer aus Götzens erbauen. 1777 wurde der Turm, wo er ins Achteck übergeht, vom Rangger Michael Walcher neu aufgeführt. Am 10 Juli 1780 wurde die Kirche vom Fürstbischof Josef Graf von Spaur geweiht.

Unser Kirchenpatron

Unser Kirchenpatron - der Heilige Magnus 

Der heilige Magnus wurde wahrscheinlich 699 in der Schweiz geboren. Er war zunächst Mönch im Kloster St. Gallen, wurde dann aber von Bischof Wikterp beauftragt, im Allgäu missionarisch zu wirken. Magnus gründete eine Zelle in Füssen, aus der sich das Kloster St. Mang entwickelte. Am 6. September 772 starb er im Alter von 73 Jahren.

In Tirol ist die Verehrung des hl. Magnus, im Gegensatz zum Allgäu, wo er als "Allgäuapostel" verehrt wird, nicht sehr weit verbreitet. Doch wird er neben dem hl. Leonhard und dem hl. Rochus als Viehpatron geschätzt. Viele Legenden ranken sich um den hl. Magnus, einige davon sind auf Deckenfresken in unserer Pfarrkirche abgebildet.

 

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